Seit der industriellen Revolution hat ein Land nach dem anderen auf fossile Brennstoffe zurückgegriffen, um Transport und Industrie anzutreiben. Jetzt ist die Rechnung fällig. In der Atmosphäre sind riesige Mengen Kohlenstoff über lange Zeit gespeichert, was den Planeten erwärmt. Klimakatastrophen werden immer häufiger und schlimmer.
Aber der Schmerz des Klimawandels wird nicht gerecht geteilt. Den Entwicklungsländern geht es am schlechtesten, obwohl sie deutlich weniger Treibhausgase ausstoßen. Bisher haben zwei Regionen – Europa und Nordamerika – 60 % zu den gesamten globalen Emissionen beigetragen. Dies hat sie viel reicher gemacht, allerdings zu einem Preis, den größtenteils wir im globalen Süden tragen.
Diese Ungerechtigkeit wird diese Woche im Rampenlicht stehen, wenn Staats- und Regierungschefs und Diplomaten in Baku, Aserbaidschan, zu den jährlichen UN-Klimaverhandlungen zusammenkommen. Im Vordergrund steht die Klimafinanzierung – konkret die brisante Frage, wer zahlt. (Imraan Valodia, Julia Taylor und Katrina Lehmann-Grube, Die Unterhaltung)