Im Zusammenhang mit dem UN-Klimagipfel (COP29), der vom 11. bis 22. November in Baku, Aserbaidschan, stattfinden soll, rückt die US-Präsidentschaftswahl näher. Vorerst wird die US-Delegation beim Gipfel von John Podesta, leitendem Berater für internationale Klimapolitik, geleitet. Es ist schwer vorherzusagen, ob die Vereinigten Staaten bis zur COP30 einen eigenen Klimabeauftragten haben werden.
Die US-Wahl ist nicht das einzige Rätsel des Gipfels. Noch besorgniserregender ist, dass die COP29 hinsichtlich ihres offensichtlichen Ziels gespalten ist: der Klimafinanzierung.
Die COP in Baku konzentriert sich so sehr auf die Klimafinanzierung – und ihr neues kollektives quantifiziertes Ziel (NCQG) –, dass sie als „Finanz-COP“ bezeichnet wurde. Laut NCQG bestimmen wohlhabende Mitgliedstaaten ihre quantifizierten Beiträge zu den jährlichen Klimafinanzierungszielen, die nach der aktiven Intervention von Präsident Barack Obama im Jahr 2009 auf der COP15 in Kopenhagen, Dänemark, vereinbart wurden. Die entwickelten Länder einigten sich auf der COP15 darauf, bis 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar beizutragen. Dieses Versprechen haben sie jedoch erst 2022 eingelöst, und das auch nur zweimal. (Tarique Niazi, mehr unter fpif.org)